Studentenunion jüdischer und ukrainischer Studenten

Die Geschichte der Juden in der Ukraine ist belebt von positiven und negativen Ereignissen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts emigrierten hunderttausende Einwanderer jüdischer Herkunft in die Ukraine. Bis zum zweiten Weltkrieg, und vor allem dem Einfall Hitlers in die Sowjetunion, war das Zusammenleben beider Völker relativ problemlos und es bildete sich eine Gemeinschaft.

Mit dem Beginn des mörderischen Krieges bildeten sich nationalsozialistische Aspekte in der Bevölkerung. Die Ukrainer waren den Deutschen größtenteils wohlgesonnen, sie fühlten sich sogar befreit von der Herrschaft der Sowjetunion. Im Anschluss passten sie sich der Wertevorstellung der Nationalsozialisten an und begannen die Juden, wie in Deutschland selber, zu verfolgen und zu unterdrücken. Das ganze grausame Schauspiel bis Kriegsende 1945, kostete etwa 1 Million ukrainischer Juden das Leben und lastet noch heute auf der Seele der Ukraine.

Es dauerte noch lang bis die schrecklichen Ereignisse in den Kriegsjahren überwunden waren. Um die Geschichte aufzuarbeiten und die Verständigung der Völker zu unterstützen wurde der Bund der jüdischen und ukrainischen Studenten geschaffen. Es ist schließlich notwendig das die Ukraine ihre Vergangenheit aufarbeitet und nie wieder nationalsozialistisches Gedankengut sich in der Bevölkerung ausbreitet.

Die Studentenunion vermittelt Studenten beider Staaten und fördert die Zusammenarbeit. Die Juden sind in der ukrainischen Gesellschaft seit Jahrzehnten involviert und durch diesen Bund soll der Zusammenhalt weiter unterstützt werden. Erfahrungen können ausgetauscht werden und die beiden doch recht unterschiedlichen Kulturen werden beiden Seiten näher gebracht. Der Bund der jüdischen und ukrainischen Studenten ist ein guter Weg für die Völkerverständigung und bringt moderne sowie zeitgemäße Aspekte mit sich.